Wir haben uns einem intensiven Lernprozess verschrieben, der oft (seelisch) sogar sehr schmerzhaft sein kann:
Statt die Gesellschaft über das Wirtschaftssystem für den eigenen Erfolg auszuplündern, um auf dieser Basis dann den ausgeplünderten oder hilfsbedürftigen Menschen Almosen bzw. Geschenke zukommen zu lassen, ermutigen wir Jede/n selbst aktiv zu werden. Unsere Kernanliegen ist dabei, der in unserer Gesellschaft vorherrschenden „paritätischen Wohlfahrtshaltung“ zu entfliehen, worauf inzwischen eine immer größer werdende Armuts- und Hilfeindustrie sowie entsprechende Initiativen aufbauen. Mit dem Bekenntnis zum bedigungslosen Geben, der Erkenntnis, dass dann etwas zurückfließt, wenn es angenommen wird, kannst Du sehr gerne an unserem Forschungsprojekt teilnehmen.
In diesem Sinne und durch die dadurch ständig geführten Auseinandersetzungen haben wir nach dem Start unserer Initiative auch noch viel stärker gemerkt, dass das spiegelnde sowie aufklärende und therapeutische Wirken sehr viel wichtiger ist als der wirtschaftliche Erfolg. Uns bedeutet ein authentisches Wirken, trotz  aller möglichen Konfliktpotentiale, sehr viel, weil wir nur so die aktuellen bzw. menschlichen Probleme im Kern erkennen und bewusst machen können und weil wir außerdem weder uns noch ein (Hilfe-) Produkt oder eine Leistung verkaufen bzw. anpreisen wollen. Wir wollen selber etwas verändern und nicht nur unentwegt andere dazu aufrufen. Wir entkoppeln deswegen unsere Aktivitäten auch nicht vom realen Leben, um uns mit den dadurch entstehenden (inneren und äußeren) Konflikten nicht zu belasten, wobei es ohne diese Konflikte und dessen Aufarbeitungen auch gar keine Weiterentwicklung geben würde.
Wir, die Initiatoren und Macher der Initiative „Grundeinkommen für alle“, verstehen uns irgendwie auch als Vermittler und (entstehendes?) Bindeglied zwischen den vielen verschieden Welten hoch traumatisierter Menschen, die sich allesamt auf sehr verschiedene Art und Weise in der inneren Kündigung* befinden und sich (nicht nur) auf dieser Basis gegenseitig immer größer werdendes Leid antun. Leider wird dabei kaum beachtet, dass wir in diesem scheinbar endlosen Teufelskreis selber alle zugleich Opfer und Täter** sind und wie groß der Eigenanteil an der Zerstörung unser Gesellschaft ist. In diesem Sinne möchten wir gerne auch noch auf unsere Aktivitäten in unserer BGE-Therapiegruppe aufmerksam machen.

*) Von dem sich selbst völlig aufgegebenen obdachlosen drogenabhängigen Menschen auf der einen, über den jeden Tag hart arbeitenden (einfachen) Menschen, bis hin zu dem extrem gut situierten Wirtschafts- und Bankmanager, der überhaupt nicht mehr wahrnimmt, welchen menschlichen und gesellschaftlich Schaden er tagtäglich anrichtet, auf der anderen Seite.

**) In dem wir die eigenen und kollektiven Traumata nicht aufarbeiten, sondern unentwegt an andere auslassen und noch dazu von Generation zu Generation weiter geben.

Wenn Du Lust hast dabei mitzuwirken (egal ob als Unterstützer, Mitstreiter oder weiterer BGE-Sponsor) und dies so frei bestimmt wie nur möglich, bist Du uns herzlich willkommen. Uns ist dabei der Umgang auf gleicher Augenhöhe sehr wichtig, inklusive der Vermeidung jeglicher (oft das Individuum entwertender) Gruppenzwänge.